Über mich

Mein Name ist Hannah Grünenthal. Nach einem Studium in Heidelberg habe ich viele Jahre lang an der Uni Bremen gearbeitet. Dabei habe ich hauptsächlich interessante Bücher über alles mögliche gelesen, mich mit schlauen Menschen über unsere Gesellschaft, Computerspiele und Filme unterhalten, mit religiösen Menschen über ihren Glauben und die Kirche gesprochen und jüngeren Menschen Dinge über Religion erzählt.

Nach meinem relativ radikalen Abschied von der Wissenschaft – ich habe nicht nur meinen Job gekündigt, sondern gleich auch noch meine Wohnung und so ziemlich alle Abos – war ich anderthalb Jahre unterwegs, habe mir Städte angeschaut, bin auf Berge gestiegen und wieder hinuntergelaufen und habe mit allen möglichen unterschiedlichen Menschen gesprochen. Ich habe auch ein bisschen über mich und mein Leben nachgedacht, über die Zeit in der wir leben und darüber, wie man die Welt ein bisschen besser machen kann.

So bin ich zur Kirche gekommen: Hier sind Menschen, die sich engagieren; hier sind Netzwerke und Strukturen, die man nutzen kann; hier geht es nicht darum, möglichst viel Geld zu verdienen, sondern darum, Menschen zu verbinden und zu unterstützen. Gleichzeitig kann die Kirche nicht die Augen verschließen vor der Welt, die sie umgibt. Kirche muss sich verändern. Und das ist nicht so einfach.

Ich weiß, dass der gerade Weg nicht immer der Beste ist. Ich weiß, dass Veränderungen furchteinflößend sind. Ich weiß, dass es Mut braucht, sich auf Neues einzulassen und Wege zu gehen, die bisher noch niemand betreten hat. Ich weiß aber auch, dass es möglich ist. Ich weiß, dass man manchmal nur den richtigen Schubs braucht, um loszugehen. Ich weiß, dass es sich auf der anderen Seite besser anfühlt. Und ich weiß, dass alles viel einfacher ist, wenn da jemand ist, der sagt: Komm, wir packen’s an!